Baslerstoerkoch | Als Stoerkoch auf Achse
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Als Stoerkoch auf Achse

Der Beruf des Kochs ist sehr vielseitig, denn es gibt weitaus mehr Einsatzgebiete als nur in einem Restaurant. Eine ganz besondere Variante ist die Arbeit als Störkoch, auch als Mietkoch oder Eventkoch bezeichnet. Ein Störkoch kocht also in fremden Küchen und bietet damit eine ganz besondere Dienstleistung an, die für alle Menschen interessant ist, die in eigenen Räumen Gäste mit einem professionell zubereiteten Menü bewirten möchten oder bei einem Event eine Bewirtung der Gäste wünschen, die über ein normales Catering hinausgeht..

Um mehr über diese interessante Arbeit zu erfahren, haben wir mit Stephan Hengartner gesprochen. Der 50-jährige Vater von 2 Töchtern im Alter von drei und fünf Jahren ist   gelernter Koch und patentierte Wirt. Schon als Schüler begeisterte er sich für das Kochen. Dabei ist es seine Leidenschaft, etwas Eigenes zu kreieren und seiner Fantasie beim Kochen freien Lauf zu lassen. Er arbeitet als Eventkoch und gibt auch Kochkurse. Bei den Events wird er, je nach Bedarf, von Hilfskräften unterstützt.

Wenn er als Mietkoch arbeitet, bewältigt er Engagements bis zu zwei Personen allein. Auch für Catering steht Stephan Hengartner zur Verfügung. Das Catering kann alle möglichen Anlässe betreffen – vom Firmenevent bis zur Jubiläumsfeier. Besonders häufig wird er für Hochzeiten gebucht, wo es nicht nur um das Catering nach dem Standesamt, sondern auch um das eigentliche Hochzeitsessen geht.

In seinen Kochkursen deckt er die gesamte Palette des Kochens ab. Von den hors d’oeuvres bis zum Dessert. Auch verschiedene nationale Küchen wie die französische oder die italienische Küche sind kein Problem. Wer gerne wissen möchte, wie japanische Sushi authentisch zubereitet werden, ist bei Stephan Hengartner an der richtigen Adresse.  

Stephan, warum hast du dich als Mietkoch selbstständig gemacht? Wie fühlt

es sich für dich an, in einer fremden Küche zu arbeiten?

Ich liebe die Herausforderung, jeden Tag neue Leute kennenzulernen. Den Menschen meine Kochkünste zu zeigen und mehr zu lernen. Die Spannung zu erleben, die damit verbunden ist, in verschiedenen Küchen zu arbeiten.

Die Idee entstand vor 10 Jahren. Ich hatte ein Restaurant, das plötzlich nicht mehr lief. Man durfte nicht mehr rauchen, und zu viel Alkohol trinken war auch nicht gestattet.

Das dachte Ich mir, dass ich doch zu den Leuten gehen könnte.

Wie würdest du deinen Kochstil beschreiben? Was ist dein

Lieblingsgericht?

Ich koche gern frische und nachhaltige Produkte nach Naturaplan und Bionorm.

Ich koche gut bürgerlich bis Sterneküche.

Mein Lieblingsgerät  ist der Grill. Damit kann ich vieles machen und den Kunden Tipps demonstrieren.

Ist es für dich anders, bei jemandem zuhause zu kochen oder ein

Catering an einem beliebigen Ort zu machen? Wo ist hier der Unterschied?

Bei jemanden zuhause ist der Gast dabei. Er kann mir über die Schulter schauen und mithelfen. Beim Catering arbeite ich allein in der Küche und der Gast sieht nur das fertige Produkt. Beim Catering muss das Team stimmen und die Zusammenarbeit.

Was war dein bisher schönstes Erlebnis in der Gastronomie? Gibt es irgendeinen Moment, der dir speziell in Erinnerung geblieben ist?

Jedes Mal erwarte ich voller Spannung wie und ob der Gast zufrieden ist.

Das schönste Erlebnis war ein Kochevent für einen grossen Chemiekonzern. Da waren 30 Personen, die einander nicht kannten. Sie kamen aus verschiedenen Ländern und sprachen englisch. Das Kochevent war ein voller Erfolg. Die Gäste kamen als Fremde und gingen als Freunde nach Haus. Da ging mein Vorsatz, Kochen verbindet und kochen lässt neue Freundschaften entstehen” vollständig in Erfüllung.

Gäste zufrieden stellen und Menschen durch Kochen miteinander verbinden

So kann man wohl das Berufsziel eines Störkochs beschreiben. Wer einen Mietkoch beauftragt, kann somit davon ausgehen, dass ein Koch das Essen zubereitet, der eine besondere Leidenschaft mitbringt und seinen Beruf als Berufung sieht. Sicher muss man im Vorfeld genau besprechen, welche Art Speisen erwünscht sind, aber um alles andere kümmert sich dann der Koch. Wir danken Stephan Hengartner für das Gespräch und den Einblick in seine Arbeit.